Veranstaltungen Staatsschauspiel Dresden: Kleines Haus

16.10. 19:30 Uhr

Biedermann und die Brandstifter

Ein Lehrstück ohne Lehre
von Max Frisch

„Der geht lieber zugrunde, als daß er seine kleinen feigen Falschheiten auch nur sich selber zugibt.“ (Max Frisch)

Er will Ruhe und Gemütlichkeit. Man lebt schließlich nur einmal, und auch wenn seine Frau meint, dass er bisweilen zu gutmütig sei, so kann man doch nicht ständig überall nur Schlechtes und Böses sehen. Bieder­mann ist sich sicher: Die zwei armen Männer auf seinem Dachboden wollen bloß Obdach. Ihre kleinen Witzeleien über Brandstiftung sind zugegebenermaßen etwas unpassend, aber man ist doch nicht humorlos. Schließlich geht es auch um den eigenen Ruf, und als spießig und kleingeistig möchte Biedermann nicht gelten. Doch Selbstsicherheit, Bequemlichkeit und der absolute Wille zum Guten lassen Biedermann übersehen, wofür Benzinfässer und Zündschnur doch eindeutiger Beweis sind: Er hat Brandstifter im Haus. Und er wird ihnen als aufgeschlossener, vorurteilsfreier Mensch in einem Akt des Vertrauens selbst die Streichhölzer reichen.
Max Frisch hat mit BIEDERMANN UND DIE BRANDSTIFTER ein „Lehrstück ohne Lehre“ geschrieben, in dem die Wahrheit als beste Tarnung genutzt wird und ein Mensch offenen Auges in sein Unglück läuft, weil er seine Meinung über sich selbst nicht ändern kann. Die Offenheit, mit der die Brandstifter Biedermann auf seinen Verdacht ansprechen, führt zu Scham. Die Scham lässt ihn lügen, um unange­nehme Situationen zu vermeiden und nicht als Unmensch dazustehen. Immer größer wird die Kluft zwischen dem, was Biedermann darstellen will, und dem, was er tatsächlich fühlt und denkt. Seine Annahme, dass die deutlich ausgesprochene Drohung der Brandstifter sicher so radikal nicht gemeint sein könne, wird zum letzten Anker vor der eigenen Ängstlichkeit und führt direkt in die Katastrophe.


2 Bewertung(en)

23.03.2013
Qualität:
Service:
Kartenakzeptanz:
21.03.2013 Repertoire Vorstellung "Endstation Sehnsucht" Die ansonsten freundliche Dame an der Abendkasse gewährte nur einen Nachlass von 50% auf die 2. Karte. Auf Nachfrage gibt es 2 Karten zum Preis von 1 nur für ausgewählte Veranstaltungen. Bewertung Kartenakzeptanz deshalb nur 1 Stern Das Stück selber erinnerte an diverse Trash-TV Formate, die Schauspieler agierten eher unterdurchschnittlich (positive Ausnahme: Nele Rosetz als Blanche). Wer vordergründige Brüll- und Saufszenen sowie billige Sex.Animationen mag, ist hier richtig. Uns hat es überhaupt nicht gefallen, besonders lästig empanden wir das ständige Rauchen der Darsteller. Bewertung Qualität deshalb nur 1 Stern Garderobe und Pasuenversorgung klappten sehr gut, besonders der Barkeeper hatte seine Prozesse voll im Griff. Bewertug 5 Sterne

26.02.2013
Qualität:
Service:
Kartenakzeptanz:
Man muss natürlich damit rechnen, dass die Vorstellung ausverkauft ist. Aber um spontan ein paar Karten an der Abendkasse zu holen, ist das ein super Angebot. Was wir in 2 von 3 Fällen auch erfolgreich nutzen konnten. Wie gesagt, das ist was für spontane Besuche, sollte aber jeder DDFF-Nutzer mal probieren.

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